Über uns.

Nichts in unserem bisherigen Leben hatte so viel Bedeutung wie unser erstes Treffen, als wir im Sommer 1990 gemeinsam mit dem Rad zum Baden fuhren.
Es war der Grundstein für unseren gemeinsamen Weg, für unsere Liebe.
Natürlich auch für unsere Höhen und Tiefen.
Wir heirateten, bauten ein Haus und gründeten eine Familie. Unser erstes Kind machte unser Glück perfekt. Alles haben wir gemeinsam erreicht. Unsere Liebe war stark genug um alles zu erreichen.

Und so ist es auch unserer Liebe zuzurechnen, die uns den Tod unserer zweiten Tochter "überwinden" ließ.
Natürlich mit allen Tiefen, und diese waren groß und lang. Aber unsere Liebe hat auch das "ertragen". Hat uns nach langer Zeit des sich mit sich selbst beschäftigen und des gemeinsamen Tuns und Auseinandersetzen mit diesem Kapitel wieder zusammengebracht und uns weiter wachsen lassen. In der Gewissheit, dass der Tod unserer geliebten Tochter einen "Sinn" hat.
Unsere Liebe ist nicht mehr die selbe wie am Anfang unserer Beziehung. Sie ist gewachsen, hat sich verändert und uns noch stärker gemacht als jemals zuvor.

Über Ulla.

Mutter werden und sein war einer meiner größten Wünsche im Leben, wenn nicht sogar der Größte.

Und dann ging dieser Wunsch in Erfüllung. Ich hielt mein Kind in meinen Händen. So klein, zierlich und zerbrechlich. Ich würde es beschützen, mit allem was mir zur Verfügung steht.

Und das "Wunder Geburt" wurde mir ein zweites Mal beschert.

Unvergesslich war mein Glück, die Freude riesengroß.

Um so tiefer war mein Fall als mich meine Tochter wieder verließ. In meinen Händen ist sie eingeschlafen, von einem Moment auf den anderen.

Für mich war die Fassungslosigkeit riesengroß. Ein Teil von mir ging mit in die Geistige Welt und ist noch immer dort. Ein Teil meines Herzens fehlt.

Aber was habe ich anstelle dieses "Loches" bekommen?

Das unbeirrbare Wissen, ja Wissen, das meine Tochter lebt! Nur für meine Augen verborgen, aber mit dem Herzen spürbar und oft in der Mitte meiner Familie. Was als Mutter unüberwindbar schien, der "Verlust" meines Kindes, heilt.

In dem tiefen Vertrauen, dass alles so gekommen ist, wie es sein sollte, weiß ich heute, meine Tochter aus der Geistigen Welt ist immer da, oft spüre ich sie und kann ihre Zeichen sehen.

Ich bin mit ihr in Liebe verbunden. Jeden Tag, jede Stunde, jeden Moment meines Lebens.

Über Robert.

Ich kann alles in meinem Leben beeinflussen!
Das dachte ich mir bis zur Geburt meiner ersten Tochter Nina.
Bis dahin war es so, mit viel Energie, Ausdauer und Kraft habe ich alles in meinem Leben erreicht.
Außer ein zweites Kind. Das ließ fast 10 Jahre auf sich warten.
Alles was ich tat, half nichts. Und als ich den Mut schon aufgegeben hatte und mich damit abgefunden hatte, kam meine zweite Tochter zur Welt. HURRA!!!
Was lange braucht, wird endlich gut, oder so :-) 

Leider währte das Glück nur kurz. Nach 14 Monaten ging Emilia wieder zurück in die Geistige Welt.
NICHTS, absolut nichts konnte ich machen. Ich war noch nie in meinem Leben so hilflos gewesen, so ohne "Plan" was zu tun sei.

Die großen Dinge in meinem Leben kann ich also doch nicht ändern bzw. beeinflussen. Zumindest war das meine Meinung dazu.

Heute weiß ich, das alles im Leben einen "Sinn" hat. Auch wenn ich diesen beim Tod meiner Tochter nicht sehen konnte, weiß ich heute, dass das richtig ist.

Ich wäre nicht der Mensch der ich heute bin, ohne diese Ereignisse. Und jetzt kann ich sagen, ich bin glücklich.

Ich habe den "Sinn" hinter dem Ableben von Emilia erkennen dürfen.